Kinder lieben Pusteblumen. Ich ehrlich gesagt auch. Aber wie wird der Löwenzahn zur Pusteblume eigentlich? Dieses filigrane Ding, das auf jeder Wiese wächst und von dem wir alle schon mal gepustet haben, hat botanisch ganz schön was zu bieten.
In diesem Blogartikel zeige ich dir die Entwicklung vom Löwenzahn zur Pusteblume, warum die Blüte eigentlich gar keine einzelne Blüte ist und welche einfachen Experimente du direkt draußen mit deinen Kindern ausprobieren kannst.
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Ein Wunder in Zeitlupe: Wie aus dem Löwenzahn eine Pusteblume wird
Ein Naturwunder, das direkt vor der Haustür passiert. Aus der gelben Löwenzahnblüte wird mit der Zeit eine filigrane Pusteblume, deren Samen an kleinen Fallschirmchen über Wiesen davonfliegen. Und das Schöne: Ihr könnt die Entwicklung vom Löwenzahn zur Pusteblume Schritt für Schritt beobachten, denn auf jeder Wiese findet ihr gleichzeitig verschiedene Stadien.
Zuerst bildet sich aus der Knospe die Blüte, die leuchtend gelb von Weitem strahlt. Nach einigen Tagen schließt sie sich wieder, der gelbe Blütenanteil vertrocknet und fällt ab. Dann werden die weißen Püschel sichtbar und schließlich öffnet sich die Pusteblume so weit, dass die Samen mit ihren kleinen Fallschirmen davonfliegen können. So entsteht die Pusteblume.
Um das richtig zu bestaunen, sammelt dafür verschiedene Entwicklungsstufen und schneidet den Kopf des Löwenzahns in der Mitte durch. Was ihr dann seht, ist wirklich faszinierend. Unterhalb der gelben Einzelblüten sind grün-weiße Verdickungen sichtbar, aus denen sich später die Samen bilden. Darüber sitzen sehr feine, grün-weiße Stelzen, die je nach Wachstumsphase immer länger werden. Und draußen findet ihr Blüten, die gar keinen gelben Anteil mehr haben. Nur noch Samen, Stelzen und die weißen Püschel der Pusteblume. Das sind die, die in wenigen Tagen davonfliegen.




Noch eine Idee für den Kindergarten oder zu Hause: Fotografiert die verschiedenen Stadien, druckt die Fotos aus und laminiert sie als Karten. Wenn ihr sie doppelt ausdruckt, habt ihr gleich ein Merkspiel gebastelt, das kein Kind im Laden kaufen kann.
Was mich wirklich freut: Wenn Ideen richtig gut ankommen. Julia schrieb mir:
Die Löwenzahn-Forschung war so toll dargestellt! Ich freue mich auf weitere Forschereinheiten. LG, Julia, Chemie-Laborantin und Sprachförderkraft
Ihr könnt die Karten auch einfach in die richtige Reihenfolge sortieren lassen. Von der geschlossenen Knospe über die leuchtend gelbe Blüte, die leicht vertrocknete Blüte, zu den Köpfen mit den weißen Puscheln bis hin zur fertigen Pusteblume. Vom Löwenzahn zur Pusteblume als Spiel, das draußen auf der Wiese beginnt.
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Löwenzahn-Fakten: Wissenswertes über die Pusteblume für Kinder
Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler. Und das ist spannender, als es klingt. Was aussieht wie eine einzige Blüte, ist in Wirklichkeit ein Zusammenschluss von über 200 kleinen Einzelblüten.
Der Löwenzahn blüht hauptsächlich im Frühling von März bis Mai, aber nicht alle Blüten gehen gleichzeitig auf. Genau das ist der Grund, warum ihr draußen immer verschiedene Entwicklungsstufen gleichzeitig findet. Wann wird der Löwenzahn zur Pusteblume? Das lässt sich nicht auf den Tag genau sagen, aber ihr könnt es live beobachten, direkt vor der Haustür.
Die Wurzel des Löwenzahns kann bis zu einem Meter tief in die Erde reichen, die Pflanze selbst wird nur 10 bis 30 cm hoch. Den Namen hat er durch seine gezackten Blätter, die an Löwenzähne erinnern. Und Pusteblume heißt sie, weil die Samenkörner an kleinen Federbüscheln hängen, die wie Fallschirme funktionieren. Einmal kräftig pusten und sie fliegen davon.
Forschen mit der Pusteblume: Löwenzahn Experimente für Kinder
Pusteblume unter Wasser: Eigenschaften auf der Spur
Die Pusteblume ist bei Kindern beliebt, keine Frage. Aber sie hat noch einiges mehr zu bieten als nur das Pusten. Eines meiner liebsten Löwenzahn Experimente für Kinder ist gleichzeitig das einfachste: eine Pusteblume in ein Glas Wasser tauchen.
Was passiert? Die Püschel ziehen sich zusammen. Das liegt daran, dass die Pusteblume wasserabweisende, also hydrophobe Eigenschaften hat. Klingt nach Chemie und Materialkunde, ist aber einfach faszinierend anzuschauen. Und das Beste: Zieht ihr die Pusteblume wieder heraus, sind die Püschel fast trocken und öffnen sich wieder. Einfach so.

Sucht am besten eine Pusteblume, die noch keine braunen Samen hat, damit die einzelnen Fallschirme bei dem Versuch nicht im Wasser landen.
Kringelnder Löwenzahn: Effekt mit umkehrender Wirkung
Schneidet die Stiele an, teilt sie in vier Hälften und legt sie in Wasser. Innerhalb von wenigen Sekunden kringeln sie sich ein. Kinder schauen in diesem Moment immer ungläubig. Zu Recht.

Was dahinter steckt: Auf der Innenseite des Stängels sitzen spezielle Zellen, die Wasser aufnehmen und abgeben können. Nehmen sie viel Wasser auf, brauchen sie mehr Platz und der Stängel kringelt sich. Jetzt kommt der spannende Teil: Streut Salz ins Wasser. Das Salz verdrängt das Wasser aus den Zellen und der Stängel wird wieder flach. Dieser Effekt heißt Osmose. Und wer möchte, kann ihn noch mal umkehren, einfach den Stängel erneut in reines Wasser legen.
Fazit: Wie entsteht die Pusteblume? Direkt vor der Haustür
Der Löwenzahn steckt voller kleiner Wunder, die direkt vor der Haustür auf euch warten. Wie entsteht die Pusteblume, warum kringelt sich der Stängel im Wasser und was hat Salz damit zu tun, dass sich das auch wieder umkehrt? All das findet ihr auf jeder Wiese, kostenlos und ohne Vorbereitung.
Also: Raus. Pusten. Staunen.
Genau das erlebt auch Sabine – sie arbeitet mit Kindern im umweltpädagogischen Bereich und schrieb mir:
Ich arbeite mit Kindern im umweltpädagogischen Bereich und bin sehr dankbar für deine Anregungen. Löwenzahn kam gut an und ich habe auch etwas gelernt. Dankeschön, Sabine
FAQ: Wissenswertes vom Löwenzahn zur Pusteblume
Was ist Löwenzahn und wann blüht er?
Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler und blüht hauptsächlich von März bis Mai. Das Besondere: Nicht alle Blüten gehen gleichzeitig auf, weshalb ihr draußen immer verschiedene Entwicklungsstufen gleichzeitig findet.
Wie entstehen Pusteblumen?
Die Entwicklung vom Löwenzahn zur Pusteblume passiert in mehreren Schritten. Die gelbe Blüte schließt sich, der Blütenanteil vertrocknet und fällt ab. Dann werden die weißen Püschel sichtbar und schließlich öffnet sich die Pusteblume so weit, dass die Samen davonfliegen können.
Warum heißt es Pusteblume?
Die Samenkörner hängen an kleinen Federbüscheln, die wie winzige Fallschirme funktionieren. Einmal kräftig pusten und sie fliegen davon. Daher der Name.
Was passiert, wenn man eine Pusteblume in Wasser taucht?
Die Püschel ziehen sich zusammen, weil die Pusteblume wasserabweisende, also hydrophobe Eigenschaften hat. Zieht ihr sie wieder heraus, öffnen sie sich fast trocken wieder. Ein Experiment, das Kinder jedes Mal verblüfft.
Warum kringelt sich ein Löwenzahnstängel bei Wasseraufnahme?
Auf der Innenseite des Stängels sitzen Zellen, die Wasser aufnehmen und abgeben können. Nehmen sie Wasser auf, brauchen sie mehr Platz und der Stängel kringelt sich. Diesen Effekt nennt man Osmose.
Wird Löwenzahn in der Vase zur Pusteblume?
Ja, die Entwicklung vom Löwenzahn zur Pusteblume lässt sich auch in der Vase beobachten. Einfach verschiedene Stadien hineinstellen und ein paar Tage abwarten.
Kann man die Experimente rund um den Löwenzahn auch zu Hause machen?
Ja, alle Löwenzahn Experimente für Kinder aus diesem Blogartikel funktionieren auch zu Hause. Ihr braucht nur ein Glas Wasser, etwas Salz und natürlich ein paar Löwenzahnblüten vom nächsten Spaziergang.


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