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Schatzsuche für Kinder

7 Dinge, die du über Geocachen mit Kindern wissen musst

Geocaching gefüllte Dose

Du willst raus, aber Spaziergänge finden deine Kinder absolut öde? Probiere es mal mit Geocaching – der modernen GPS-Schatzsuche für kleine und große Abenteurer. Ich erkläre dir 7 Dinge, die du beim Geocachen mit Kindern beachten musst, damit die Schatzsuche ein voller Erfolg wird.

Was ist Geocaching?

Geo… was? Das fragen mich viele, die noch nie von dem weltweiten Spiel rund um den Globus gehört haben. Der Begriff setzt sich aus den zwei Wörtern „Geo“ und „Cache“ zusammen. Geo steht für Erde und Cache für geheimes Versteck.

Geocaching ist eine moderne GPS-Schatzsuche in der Natur. Alle möglichen Behälter werden versteckt, die geografischen Koordinaten ermittelt, veröffentlicht im Internet und andere können diesen Cache dann suchen. Wie es dazu kam, dass GPS-Daten dafür verwendet werden, kannst du in meinem Blogartikel „Geocaching – einfach erklärt“ nachlesen.

Mittlerweile sind über 3 Millionen Geocaches von Ownern überall auf der Welt versteckt und in fast jedem Land unserer Erde lässt sich einer finden.

Die Owner, das sind diejenigen, die einen Geocache verstecken. Und damit der Schatz gefunden werden kann, geben sie die GPS-Daten und eine Beschreibung über eine Geocaching Plattform wie www.geocaching.com bekannt. Die Finder, das sind diejenigen, die suchen, wählen einen Cache aus der Datenbank aus und machen sich auf den Weg. Logischerweise ist die Freude ist groß, wenn der Schatz gefunden wurde.

Je nach Größe der Kiste ist ein Logbuch zum Eintragen des Fundes enthalten, ein paar Tauschgegenstände und vielleicht auch noch der ein oder andere Gegenstand mit einer Markierung. Was du damit alles machst, erkläre ich dir. Lies einfach weiter :-).

Wenn du dir jetzt denkst: „Das ist aber langweilig! Eine Dose suchen – das kann doch nicht spannend sein!“ gebe ich dir noch eine wichtige Info mit. Den Ownern ist in Sachen Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Das kann sich auf einen Ort beziehen, an dem der Schatz versteckt ist und den du niemals aufgesucht hättest, weil dieser dir gar nicht bekannt war. Es kann ein sehr aufwendiges oder kreatives Versteck sein. Von getarnten Vogelhäuschen, Schneckenhäusern, künstlichen Baumpilzen und Steinen bis hin zu Sensortechnik und sich automatisch öffnenden Kisten – alles dabei. Die Geocaches sind meist draußen in der Natur versteckt und damit ist es ideal, um einen Spaziergang aufzuwerten.

Du siehst, Geocaching kann gerade für Familien viel Abwechslung bei einfachen Spaziergängen bedeuten. Und wie das alles funktioniert und was du benötigst, erkläre ich dir jetzt.

Was braucht man zum Geocachen?

Um einen Geocache zu suchen, braucht es nicht viel. Kein fancy GPS-Gerät und auch keine kostenpflichtigen Premium-Zugänge zu Plattformen. Das ist zwar alles möglich, aber für den Anfang überhaupt nicht notwendig.

Wie schon beschrieben, handelt es sich beim Geocaching um eine moderne GPS-Schatzsuche. Du musst also wissen, wo ein Schatz versteckt ist und wonach ihr sucht. Die weltweit größte Plattform ist www.geocaching.com. Eine Registrierung zu dieser Plattform ist kostenfrei möglich. Für die Suche lädst du dir die App auf dein Smartphone, loggst dich nach der Registrierung in deinen Account ein und schon kann es fast losgehen.

Selbstverständlich lädst du das Smartphone vor eurer Suche vollständig auf, damit ihr nicht plötzlich im Nirgendwo steht, nur weil der Akku leer ist. Das ist tatsächlich ein Vorteil von separaten GPS-Geräten, die mit nachfüllbaren Batterien oder Akkus betrieben werden: Ist die Stromversorgung gefährdet, legst du einfach eine neue Batterie oder einen Akku ein. Dein Smartphone steht dir uneingeschränkt für Telefonate im Notfall zur Verfügung. Von ablenkenden Nachrichten, eingehenden Plings und Brummen mal abgesehen … Falls du also gerne mit deinen Kindern zum Geocachen gehst, kann ein GPS Gerät eine sinnvolle Investition sein.

Geocaching kannst du einfach starten – ohne viele Tools und Zubehör

Packe auf jeden Fall einen Stift ein, der bei jeder Wetterlage schreibt, um euren Fund im Logbuch direkt einzutragen, denn es zählt nur der Eintrag im Logbuch vor Ort.

Wichtig ist auch ein Tauschgegenstand, der keinen hohen Wert besitzt. Je nach Größe der Dose ist dort nicht nur das Logbuch drin, sondern kleine Gegenstände zum Tauschen. Nach alter Geocaching-Regel dürft ihr nur etwas herausnehmen, wenn ein Gegenstand auch hineingelegt wird. Also, keine Sorge – das Kinderzimmer wird mit kleinem Krimskrams nicht leerer, denn es wird nur getauscht.

Das ist schon alles, was du vorbereiten musst, um mit dem Geocachen starten zu können:

  • Registrierung bei der Plattform www.geocaching.com
  • App auf das Smartphone laden und Smartphone aufladen
  • Stift zum Eintragen ins Logbuch einpacken
  • einen kleinen Gegenstand zum Tauschen, z.B. eine Ü-Eier-Figur aus dem Kinderzimmer oder etwas anderes aus der Kruschel-Kiste.

Los gehts!

Wenn du dich jetzt fragst, wie du aber den richtigen Geocache für deine Kinder aus der Vielzahl heraussuchst und wie das konkret mit der Registrierung und dem Logbuch funktioniert, dann findest du alle Infos dazu im nächsten Abschnitt.

Wie funktioniert Geocaching jetzt ganz genau?

Für die Registrierung bei geoaching.com musst du neben dem Eintrag deiner E-Mail-Adresse einen Benutzernamen und ein Passwort festlegen. Wähle am besten einen Namen aus, den ihr euch gut merken könnt und der nicht zu kompliziert zum Schreiben ist. Denn diesen Namen tragt ihr regelmäßig bei einem Fund ins Logbuch ein.

Ist das Profil angelegt, suchst du vermutlich nach einem Geocache in eurer näheren Umgebung. Die Datenbank gibt durch ein Icon nicht nur einen Hinweis auf die Kategorie des Caches, sondern du erkennst auch auf einen Blick den Namen, die Entfernung, mögliche Favoriten-Punkte und bekommst eine Angabe zum Schwierigkeitsgrad und Geländewertung. Die Größe des Caches ist auch aufgeführt sowie eine Info, ob ein Trackable zurzeit im Schatz vorhanden ist.

Also alles, was du brauchst auf einen Blick:

Ausschnitt aus der Datenbank von geocaching.com

Wähle für den Anfang einen Traditional-Cache aus. Das ist das grüne Icon mit der einfachen Kiste. Bei diesem Cache führen die Koordinaten direkt zum Ziel – im Gegensatz zu den Multis. Das sind die Caches mit dem orangen Icon und mehreren Kisten. Bei dieser Kategorie sind mehrere Verstecke hintereinander geschaltet. Das entspricht einer komplexeren Schnitzeljagd und jeder Hinweis muss gelöst werden, um die Koordinaten für den nächsten Ort zu bekommen. Viel einfacher ist es, einen Geocache mit grünem Icon, geringer Schwierigkeit und niedriger Geländewertung zu finden.

Ist ein Cache ausgewählt, dann lies die Beschreibung ganz genau durch. Gibt es erste Hinweise, wo das Versteck sein könnte? Muss etwas beachtet werden? Wann war der letzte Fund? Berichten andere Geocacher von Problemen? Wo soll man am besten starten, ist ein Parkplatz erwähnt? Viele Fragen, die sich durch genaues Lesen der Beschreibung beantworten lassen.

Sind fast keine Fragen mehr offen? Dann Stift einpacken, Wasser und einen Snack für die Kinder – denn, wenn es bei euch so ist, wie in den meisten Familien, dann kommt das erste Picknick bestimmt bald.

Ist die Schatzkiste gefunden, ist die Freude groß. Mit etwas Glück findet ihr eine reich gefüllte Dose, die nicht nur ein Logbuch, sondern auch etliche Tauschgegenstände enthält. Ihr habt etwas zum Tauschen eingepackt? Wunderbar!

Geocaching mit Kindern gefüllte Dose
Eine typische Dose mit Logbuch, Tauschgegenständen und einem Trackable, einem reisenden Gegenstand

Tragt euren Benutzernamen und das Datum vom Fund ins Logbuch vor Ort ein und loggt ebenso den Fund in der Geocaching-App am Handy. Schreibt auch noch eine nette Nachricht dazu, denn das freut den Owner umso mehr. TFTC = Thank you for the cache ist absolutes Minimum!

Du hast mit deinen Kindern den ersten Geocache gehoben und ihr wollt noch mehr entdecken? Jetzt fragst du dich vielleicht, ob das nur vor der Haustür möglich ist? Nein, ganz und gar nicht!

Wo kann ich das denn machen?

Wie schon erwähnt sind über 3 Millionen Geocaches weltweit versteckt. Sogar auf der ISS. Oder auf Bäumen. In Seen. In der Nähe von Sehenswürdigkeiten oder an verlassenen Plätzen. Oder auch schlicht um die nächste Ecke vor der Haustür. Du wirst einfach überall die Möglichkeit haben, auf Geocaches zu stoßen. Je nach touristisch geprägten Gebieten sind die Beschreibungen mancher Caches sogar von den Ownern mehrsprachig angelegt – perfekt für den Urlaubsort.

Die Plattform geocaching.com macht es einem wirklich einfach. Entweder einen Geocache am Desktop aussuchen oder einen Blick in die App werfen. Du wirst erstaunt sein, wie nah ein Cache ist – egal, wo ihr gerade seid.

Ab welchem Alter macht Geocaching Sinn?

Ein ideales Alter, um mit dem Geocaching zu starten, gibt es nicht und du wirst es ausprobieren müssen. Ab dem späteren Kindergartenalter könnt ihr leichte Geocaches mit großen Dosen testen – denn die versprechen die meisten Tauschgegenstände und nicht nur ein ödes Logbuch. Achte darauf, dass sowohl die Schwierigkeit als auch die Geländewertung gering ist, damit ihr den Schatz auf Anhieb findet. Am besten liegt eine weitere Attraktion in der Nähe oder ihr sucht einen Geocache auf dem Weg dahin. Das kann etwas Einfaches wie der Spielplatz oder das Schwimmbad sein und wäre der Notnagel, falls ihr den Cache doch nicht finden solltet.

Werden die Kinder älter, wird es umso spannender, wenn sie die Navigation übernehmen dürfen und am Smartphone mitverfolgen können, wie sich der Abstand zum Geocache verringert oder sich die Kompassnadel verändert, je nachdem wohin sie laufen.

Ab dem Grundschulalter solltest du deine Kinder aktiv in die Auswahl einbeziehen. Wird in der Beschreibung ein schöner Ausblick versprochen, dann reißt das ältere Kinder nicht vom Hocker. Aber steht da etwas von Spezialwerkzeug wird zum Öffnen benötigt, sind sie dabei.

Fragst du dich jetzt, wie du eigentlich den richtigen Geocache für Kinder auswählst? Dazu gebe ich dir im nächsten Abschnitt noch ein paar Tipps, damit eure Tour ein voller Erfolg wird.

Wie finde ich den richtigen Cache für Kinder?

Bei jeder Beschreibung eines Geocaches finden sich Attribute, die der Owner seinem Cache zugeordnet hat. Das können Berechtigungen sein wie die Frage, ob Hunde erlaubt sind oder auch welche Ausrüstung benötigt wird wie eine Taschenlampe oder UV-Licht. Unter den Bedingungen finden sich Empfehlungen, ob ein Geocache für Kinder geeignet ist oder nicht, aber auch Hinweise zu möglichen Öffnungszeiten oder Angaben zur Wegstrecke vom empfohlenen Parkplatz. Auch Risiken können per Attribute gekennzeichnet sein, wie ein Zecken-Gebiet oder Dornen. Es lohnt sich also in jedem Fall einen Blick in die Attribute zu werfen.

Für Kinder eignen sich besonders gut die Traditional-Geocaches, die sogenannten Tradis. Bei dieser Kategorie entsprechen die GPS-Koordinaten dem Versteck. Eine kleine Unschärfe ist möglich, aber das verteilt sich auf einen kleinen Radius drumherum. Je älter die Kinder werden, kann man sich an Mystery-Rätsel heranwagen, die meist im Vorfeld gelöst werden müssen, um die Koordinaten zum Versteck herauszubekommen. Einfache Multi-Touren, also hintereinander geschachtelte Geocaches, werden dann auch viel interessanter und könnt ihr euch zum Ziel setzen.

Die angegeben Größe des Caches ist auch ein entscheidender Erfolgsfaktor. Für Kinder ist der Tausch von Gegenständen wesentlich spannender als der Fund an sich. „Was ist in der Dose wohl drin?“, ist die Frage, die sicherlich auf dem Weg am meisten gestellt wird. Und die Gesichter sind leider sehr lang, wenn es nur das Logbuch ist. Lasst also Nano- und Mikro-Geocaches links liegen, denn dann sucht ihr kleine Plastik-Gefäße in Schneckenhäusern, Schrauben, die täuschend echt aussehen oder andere Magnete, die nur ein Mini-Logbuch enthalten.

Wirf auch noch mal ein Blick in die Meldung der letzten Funde. Liegt dieser nur wenige Tage zurück, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Dose noch existiert. Manche wichtige Hinweise sind auch den Logbucheinträgen von den anderen Geocachern zu entnehmen. Allein Hinweise wie „Achtung, hier ist bald alles von einer Brombeerhecke zugewuchert“ sind für dich perfekt, denn ihr wollt sicherlich nicht vor einer undurchdringlichen Hecke stehen.

Noch einige Tipps zum Thema Geocaching mit Kindern

Vielleicht liest du in den Beschreibungen, dass auf Muggel geachtet werden muss und fühlst dich inmitten eines Harry Potter Buches versetzt. Muggel ist die Bezeichnung für diejenigen, die keine Geocacher sind. Sie sollen von den versteckten Dosen nichts wissen und deshalb versuchen sich Geocacher so unauffällig wie möglich zu verhalten, wenn sie einen Cache heben und plötzlich Muggel auftauchen. Gerade Kinder finden das besonders spannend und sind sehr kreativ im „unauffälligen Verhalten“.

Keinen Gegenstand herausnehmen, wenn ihr keinen als Tausch hineinlegt, hatte ich schon erwähnt. Lass deinen Kindern völlig freie Hand. Wenn sie nichts tauschen möchten, ist das völlig in Ordnung.

Vielleicht findet ihr auch seltsame Gegenstände in einer Dose, die einen Anhänger und eventuell sogar eine Aufgabenbeschreibung haben. Das sind Trackables und die solltet ihr nur mitnehmen, wenn ihr auch bereit seid, diesen Gegenstand bei der weiteren Reise zu unterstützen. Die Anhänger können bei einigen Geocaching-Shops im Internet gekauft werden und sind nach der Aktivierung einsatzbereit. Das ist gerade im Urlaub ein besonderes Vergnügen, wenn ihr dort eigene Trackables aussetzt und diese die Aufgabe von euch bekommen in die Nähe eures Heimatortes zurückzugelangen. Über die Plattform könnt ihr nämlich den Weg eures Trackables verfolgen – und das können Tausende Kilometer sein. Es braucht nur einen Geocacher von einem anderen Kontinent und *schwuppdiwupp* ist der Trackable mit dem Flugzeug unterwegs.

Du möchtest noch mehr Begriffe über das Geocaching lesen, bevor du mit deinen Kindern ins Abenteuer startest? Dann wirf ein Blick in mein Wörterbuch zum Thema Geocaching und du bist bestens vorbereitet.

Fazit: Mit Geocaching ist kein Spaziergang öde

Allein die Anzahl und die unterschiedlichen Arten von Geocaches machen dieses Spiel interessanter als jedes Brettspiel. Es verknüpft digitale mit analogen Welten. Da Geocaches überall auf der Welt versteckt sind, ist es ein internationales Spiel und die Ausmaße werden gerade durch Trackables, die reisenden Gegenstände, deutlich. Diese wandern schließlich durch Menschen von einem Cache zum nächsten, die genauso viel Freude an dem Spiel haben.

Für Kinder ist das Geocachen eine willkommene Abwechslung auf sonst langweiligen Spaziergängen. Auch ein breiter Forstweg wird in Kauf genommen, wenn es ein lohnendes Ziel gegeben könnte. Es ist also ideal, um die Draußenzeit ohne große Vorbereitung spannender zu gestalten.

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