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Persönliches

Jahresrückblick 2020: Ein Jahr voller Abenteuer

Stefanie im Weinberg

Hätte mir am Anfang des Jahres jemand erzählt, was alles möglich ist und passieren kann, dann hätte ich gelacht. In diesem Jahresrückblick 2020 erzähle ich dir, wie ich „Mama macht Abenteuer“ gegründet habe, wie ich das Ventil für meine Kreativität fand und welche spannenden Ereignisse noch passiert sind.

Mein Motto für 2020: Lebe deinen Traum – träume dein Leben

Rückblick. Am 04. Januar 2020 höre ich einen Podcast. Eigentlich geht es um TCM-Ernährung. Nach einigen Folgen lausche ich plötzlich wie gebannt. Es dreht sich um Herzenswünsche und um Kreativität, um das Dranbleiben und sich mit Menschen umgeben, die einen berühren und inspirieren. Ich bin so beeindruckt, dass ich mir an diesem Tag Notizen in mein Bullet Journal mache. Hängen bleibt der Satz: „Lebe deinen Traum – träume dein Leben“.

Der Podcast hatte einen Samen gesetzt. Und dieser blühte auf. Meine Gedanken kreisten um eine Idee. Ende Januar meldete ich mich für SOMBA an und wählte Sigrun als meinen Business-Coach aus. Denn komplett allein starten – das wollte ich auf keinen Fall. Ohne fertig gedachte Idee, ohne eine genaue Vorstellung  und ohne einen Hauch von Erfahrung, war ich dabei. Klar, das war eine Investition. Aber ich war mir sicher, dass ich viel lernen werde, und das war für mich ein guter Grund.

In den ersten Wochen vom Jahr führte ich Umfragen durch, legte Impressum, Datenschutzerklärung und eine Facebook-Seite an. Ich beschäftigte mich nicht nur mit Technik-Themen im sogenannten SOMBA Kickstart-Kurs von Sigrun, sondern auch mit meiner Idee „rund um Urlaub und nachhaltiges Reisen“ – immer an den Wochenenden. Tagsüber war der Hauptjob dran, morgens und abends war ich als Mama gefragt und so blieben gar nicht mal viele Stunden in der Woche Zeit. Im Austausch mit meinem Buddy, Wentje von The livingroom lectures, glühten die Drähte zwischen Budapest und der Weinstraße. Wir hielten Fokus auf das Wesentliche, priorisierten und konzentrierten uns auf die Variante „unperfekt perfekt“. Nach 10 Wochen hatten wir unseren ersten Online-Beta-Kurs erstellt und mit echten Menschen kostenfrei durchgeführt.

Homeoffice und Homeschooling: Willkommen in einer neuen Zeit

Im Sichtflug durch den Alltag. Puh – da war sie also – die Krise, die unser aller Leben in diesem Jahr beeinflusste. Homeoffice war nicht neu für mich. Ich wusste was funktionierte und was nicht. Und mit mir wurden innerhalb einer Woche weitere 750 Kollegen ins Homeoffice versetzt – eine starke Leistung der IT-Abteilung. Von heute auf morgen war da aber noch ein Schulkind dabei. „Du, Mama“ wurde ein Satzanfang, der mich bald Nerven kostete.

Durch die vielen „Du, Mama“- Unterbrechungen wurden die Arbeitstage lang. Ehrlich: Ich war stolz um jede Geschichte, die geschrieben wurde – und hätte sie doch am liebsten an die Wand geklatscht, wenn sie mir unbedingt vorgelesen werden musste, während ich voll bei der Sache an einem Bericht schrieb. Konzentriertes Arbeiten erreichte ein neues Level.

Dienstreisen standen bei meinem Mann noch lange an. Letztlich waren mein Sohn und ich wochenweise für mehrere Tage 24 Stunden rund um die Uhr zusammen und ich alleine zuständig für den Alltag. So sehr wir die Zweisamkeit in der Freizeit genießen, umso mehr wurde es mit Homeoffice & Homeschooling für mich zur Belastungsprobe. Manches Stück Verbundenheit ging flöten und ich funktionierte. Alle Alleinerziehenden hatten schon immer meinen Respekt, aber dieser wuchs erheblich an.

Über Ostern, den Sommer und den Herbst groovten wir uns als Familie ein. Immer auf Sicht steuerten wir halbwegs strukturiert durch den Alltag. Wir planten nicht mehr vor und sämtliche Termine wie Hochzeitsfeiern und Konzerte waren sowieso abgesagt. An den Wochenenden wurden unsere Entdeckungstouren vor der Haustür noch intensiver. Da lange Fahrtwege bei mir wegfielen, nahmen wir uns die Freiheit und gingen am Nachmittag raus. Wir griffen zum Fernglas und mal zum Taschenmikroskop. Ich kombinierte alles Mögliche miteinander und an Ideen mangelte es uns nicht. Die Verbundenheit mit meinem Sohn und innerhalb unserer gesamten Familie nahm wieder deutlich zu und die Gelassenheit stieg.

Durch die ganze Zeit trug mich ein immer größer werdendes Gefühl von Dankbarkeit und ich war mir meiner Situation völlig bewusst: Arbeiten im Homeoffice möglich, Kinderbetreuung akzeptiert und eine Existenzgrundlage war auch nicht in Gefahr. Besser geht es nicht.

Der Start: Meine Idee wird offiziell

Eine Entscheidung stand an. Im Frühjahr war klar, dass ich mir überlegen musste, was aus meiner Idee „was mit Reisen und nachhaltigem Urlaub zu machen“ werden sollte. Verfolgte ich sie als reines Hobby – oder legte ich einen Grundstein für eine potenzielle Nebentätigkeit. Zum Glück stand das jährliche Mitarbeitergespräch an und mein Chef kennt mich gut, um zu wissen, es brauchte ein Ventil. Der Wunsch nach mehr Kreativität passt nicht in das Umfeld der regulierten Arzneimittel-Welt mit all den formalen Vorgaben, Kontrollen und internationalen Behörden-Anforderungen. Das wäre wie, wenn sich ein Künstler in der Buchhaltung austoben würde.

Aber ich mag ja beides!

Und es gab Platz für beides. Nach der Zustimmung vom Arbeitgeber folgten das Finanzamt und die Anmeldung als Kleinunternehmen. Das Ventil für die Kreativität war längst gefunden – noch war es nicht offensichtlich für mich. Mein Plan war, den „Nachhaltig Reisen“-Kurs vom Frühjahr in ähnlicher Form zu wiederholen.

Urlaub: Kyffhäuser, Harz und Teutoburger Wald

Sommerferien in Deutschland. Der jährliche Sommerurlaub in Norwegen fiel aus. Das wurde frühzeitig deutlich, als die Benachrichtigung der Fährgesellschaft kam. Nicht nur die Überfahrt wurde storniert – nein – es wurde die Route Frederikshaven-Oslo für immer gestrichen. Schade! Es war die einzige Fähre, die über Nacht fuhr und einige Kabinen für Mensch und Tier hatte.

Umplanen stand an. Wir gingen davon aus, dass die Grenzen nach Norwegen im Juli geschlossen blieben. Wir kramten daher die Deutschland-Karte hervor und suchten unsere blinden Flecken.

Kyffhäuser, Harz und Teutoburger Wald hatten wir bisher gestreift, aber nicht ausführlich erkundet. Nun hatten wir fast 4 Wochen Zeit dafür.

Die geringen Fahrzeiten gegenüber unseren sonstigen Fahrtagen in Norwegen waren angenehm und wir passten die Reise-Route nach Belieben an. Durch die Buchung vom Wohnmobil waren wir flexibel, ob in Norwegen oder in Deutschland. Stellplätze neben einer Therme hatten einen besonderen Charme. Fahrtage von ein paar Stunden verknüpften wir mit einem Besuch im thermalen Wasser. Und wenn es toll war, dann blieben wir einfach eine Nacht länger und erklärten den nächsten Tag zu einem kompletten Schwimmbad-Tag.

Ein Höhepunkt im Kyffhäuser Wald war nicht nur der schiefe Turm von Bad Frankenhausen, sondern auch der stinkende Schiefer, den wir auf einer Wanderung entdeckten. In Stein gebundener Schwefelwasserstoff, der vor über 200 Millionen Jahren durch abgestorbene Pflanzen und Tiere in einem flachen Meer, eingeschlossen wurde und durch Aneinanderreiben der Steine wieder freigesetzt wird. Was für ein Gestank.

Dass sich schöne Plätzchen in Deutschland finden lassen, ist ja klar. In Quedlinburg schlugen wir uns die Bäuche mit Pfannkuchen voll, in Wernigerode entdeckten wir gleich zwei Spielzeugläden und kamen mit großen Tüten gefüllt mit Brettspielen wieder raus. Die Barbarossa-Höhle, das Kyffhäuser-Denkmal und Schloss Corvey standen genauso auf dem Programm wie Wanderungen auf dem Borkenkäfer-Pfad, zum Froschfelsen und im Silberbachtal.

An der Weser fuhren wir 30 km mit dem Rad und ich bereute an jedem Anstieg auf der flachen Strecke, dass ich noch 25 kg Hund im Anhänger zu ziehen hatte. Der Picknickplatz am Abend entschädigte dafür umso mehr, denn diesen hätten wir ohne die Tour nicht entdeckt. Auf großen Stühlen und hohem Tisch nahmen wir an einer Mühle Platz. Zuvor hatten wir uns mit regionalen Produkten im Mühlen-Shop eingedeckt und genossen den Abend mit lauer Sommerluft.

Ganz ohne werkeln an meiner Idee ging es im Urlaub aber nicht. Dafür waren 4 Wochen zu lang. Tagsüber hatte ich nun schließlich auch Zeit und konnte an Sprechstunden und CoWorkings teilnehmen. Wir legten also die Fahrzeit genau in die Termine, damit unser Familien-Urlaub kaum gestört wurde. Wären nicht allerlei Funklöcher gewesen, hätten die anderen davon nichts gemerkt. Es stand der ultimative Freebie-Workshop in der Sympatexter Academy an (dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt). Ich flog also beim Workshop immer wieder aus der Leitung. Ohne Idee ging ich in den Workshop rein und kam mit dem Arbeitstitel „4 x 4 Abenteuer rund ums Jahr“ wieder raus.

Es war definitiv ein Urlaub zum Ausruhen. Zum Abtauchen in Büchern, Brettspielen, in den Wald und die Natur um uns rum. Eine Zeit zum Seele baumeln lassen, zum Zeit für sich haben, aber auch für viele gemeinsame Aktivitäten. Norwegen haben wir trotzdem vermisst. Wenn auch nur ein klein wenig.

Blog, Newsletter & Social Media: Mein Abenteuer in unbekannte Welten

Was ein Campingplatz und ein Schwimmteich mit einer Neuausrichtung zu tun haben. Mit meinem offiziellen Start wollte ich eine Webseite. An einen Blog dachte ich nicht. Innerhalb von SOMBA lernte ich im Januar Judith Peters kennen, abonnierte ihren Newsletter und hatte schnell den Eindruck: Da bin ich richtig.

Als im Mai die Türen zu ihrer Sympatexter Academy öffneten, war ich dabei. Immerhin hatte ich vorher klar gesagt, dass ich weder eine URL reserviert noch sonst irgendwas eingerichtet hatte. Zum Start gab es einen Blitz-Workshop. Es war für mich etwas holprig, aber nach wenigen Wochen wurden die technischen Begriffe vertraut.

Es ging also los. Mit einem Blog. Voll motiviert schrieb ich die ersten Artikel mit dem Fokus auf Urlaub und Reise. Bereits nach wenigen Wochen driftete ich ab. Judith gab die Ideen vor: „5 Gute Gründe für…“ – im Juni machte ich daraus „5 Gute Gründe für Mikroabenteuer mit Kindern“.

Als Nächstes sollte eine klassische Anleitung geschrieben werden. Da ich unsere Tour mit Zelt im Pfälzer Wald für den August plante, schrieb ich über „How to übernachten im Wald“.

Wir starteten in den Urlaub und ich nahm mir vor, jeden Abend gemütlich am Blog zu arbeiten. Ich las die Vorschläge von Judith, mein Kopf war bereit zum Umsetzen und einen Bezug zu Urlaub und Reise herzustellen – aber das Herz war nicht dabei. Was passierte: Der Blog-Motor ging aus und die Selbstzweifel fingen an. Der Freebie-Workshop kam und durch den intensiven Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen ploppten die Abenteuer-Ideen im Kopf munter herum.

Das Trimester in der Sympatexter Academy war fast vorüber, sodass ein persönlicher Termin mit Judith anstand. Zu dem Zeitpunkt kämpfte ich mit den Funklöchern, aber auf dem Campingplatz gab es einen Bereich mit gutem Empfang: direkt am Schwimmteich.

Ich beriet mich mit Judith, in der Sonne sitzend und Blick auf die Kinder im Wasser. Es ging nicht nur um den Blog, sondern auch um den nächsten SOMBA-Kickstart Kurs, der für den Sommer geplant war. Genauer gesagt: Es waren noch vier Tage Zeit bis zum Start. Judith sprach das aus, was ich fühlte: Meine Idee für Urlaub und Reise war ganz schön eng geworden. „Kannst Du nicht was mit Abenteuer machen? Mehr davon wie den Im-Wald-Übernachten-Artikel?“ fragte sie. Hm, solche Dinge wie Zwerge schnitzen, Lagerfeuer, Sterne gucken? Judith war begeistert. Alles klar – dachte ich. Sie fragte noch, ob ich den Sommer-Beta-Kurs nicht umbauen könnte. Kein Problem – sagte ich. Vier Stunden später war die Anmelde-Seite neu geschrieben, die angemeldeten Teilnehmerinnen über den Themenwechsel informiert und ich verteilte den Link auf Facebook. Zumindest in dem Rahmen wie es die Funklöcher ermöglichten.

Mit der Entscheidung für die Abenteuer kam noch mal ein Stein ins Rollen. Die Namensfindung zog zwar ein paar kreative Kreise, dennoch konnte ich im Urlaub die neue URL reservieren. Im August zog der Blog unter frischem Design ein – Mama macht Abenteuer wurde mein kreatives Ventil.

Blog in neuem Design unter mama-macht-abenteuer.com

„Stefanie, bei Dir könnte Instagram und Pinterest gut funktionieren“, meinte Judith noch. Ok – dachte ich. Am 16. Juli postete ich also ein Bild unserer Urlaubslektüre an einem verregneten Tag. Sehr leserfreundlich – mit den Titeln auf dem Kopf stehend.

Mein erster Instagram-Post am 16. Juli 2020

Langsam tastete ich mich an Instagram heran und probierte einfach aus. Spannend war das und ist es bis heute. Mal sehen, wie das weitergehen wird.

Ausschnitt aus dem Instagram Feed von Mama macht Abenteuer

Meinen Newsletter lesen mittlerweile 92 Abonnenten und die wenigsten davon kenne ich persönlich. Anfangs war das ein merkwürdiges Gefühl. Meine Mama und meine Cousinen sind fleißige Leserinnen und daher stelle ich mir vor, dass ich an sie persönlich schreibe, und die anderen lesen einfach mit. Im letzten Newsletter ging es um typische Elemente für eine Schatzsuche – mein Lieblingsthema.

Auszug aus meinem letzten Newsletter

In 2020 habe ich mich definitiv in neue Welten vorgewagt und auf sie eingelassen. Private Social Media Accounts hatte ich vorher nicht. Es fühlt sich immer noch wie fremdes Terrain an, aber langsam kristallisiert sich heraus, was mir Spaß macht und ich im kommenden Jahr ausbauen möchte.

Abenteuer-Kurs: Mikroabenteuer von Norddeutschland bis Österreich

Vier Tage hatte ich nach meinem Gespräch mit Judith und dem Beschluss zur Neuausrichtung noch Zeit, um den neuen Kurs zu bewerben. Überrascht war ich dann über 21 Teilnehmerinnen, die sich voller Neugier für meinen kostenfreien Beta-Kurs „Adventure up your life“ eingetragen hatten. Nordlichter, Rheinländerinnen, Schwäbinnen und sogar Österreicherinnen waren dabei. Die Kinder waren in einem Altersbereich von 2 bis 14 Jahren. Eine spannende Mischung! Das Gute an einem Beta-Kurs ist, dass zu Beginn nicht alles fix und fertig sein muss.

Das erste Modul entwickelte ich noch im Urlaub. Erst mal ging es darum, zu zeigen, was Mikroabenteuer sind und wie vielfältig diese sein können. Von Anfang an legte ich eine Statistik an und ich freute mich riesig, wie sich diese mit der Zeit füllte: Von Sterne schauen, über Geocaching und bis hin zum draußen schlafen. Sogar ohne Zelt. Vom Balkon, über den Garten bis in den Wald.

Statistik über Mikroabenteuer im Kurs Adventure up your life
Statistik vom Kurs „Adventure up your life“ im Sommer 2020

Neben Zwerge schnitzen, Steinschleuder bauen und alles rund um Steine, ging es im weiteren Verlauf um mögliche Ängste. Damit traf ich einen Nerv, denn draußen übernachten, egal ob mit oder ohne Zelt, braucht definitiv Mut.

Yasmin schrieb: „Die Große ließ sich schnell begeistern, so dass wir uns bald für eine Nacht unter freiem Himmel entschieden – wenn auch einfach nur im heimischen Garten. Also ganz unkompliziert und dennoch ein Erlebnis. Ein Mikroabenteuer eben. Viel geschlafen habe ich allerdings nicht.“ Die komplette Geschichte und einen Erfahrungsbericht mit der Herbstschatzsuche kannst du auf ihrem Blog Mainzelmama lesen.

Die Kommentare der Teilnehmerinnen nach dem Kurs machten mich unglaublich glücklich.

„Meine Nummer 1 Erkenntnis: Wir sollten uns mehr Abenteuer gönnen und nicht warten bis Zeit dafür ist. Stefanies Kurs bringt Abenteuer für Familien in den Alltag – wobei ‚Abenteuer‘ auch kleine und handhabbare Ideen sein können, die auch in einem geschäftigen Familienalltag Platz finden.“

Carola Epple

Kleine oder große Abenteuer mit deinen Kindern zu erleben, stärkt die Beziehung ungemein – und Stefanie hilft dir dabei! Sie hat einen großen Erfahrungsschatz, den sie mit dir teilt. Großes Kino – große Empfehlung!

Isa

Und ich? Blieb ich am Schreibtisch und machte nur den Kurs? Nein!

Übernachten im Wald: Mit Kind und Hund unterwegs

Eine Nacht mitten im Pfälzer Wald mit Mama und Hund, das war der Wunsch. Wir nehmen gerne das Zelt, wegen der Gemütlichkeit und damit kleine Krabbelviecher nachts weitgehend draußen bleiben.

Über den Tourismus-Verband Südliche Weinstraße sind die Trekkingplätze schnell gebucht und die genauen Koordinaten des Platzes gibt es per Mail.

Gedanken machte ich mir darüber, wie viel Trinkwasser für die Tour ausreichend ist. Es wurde zwar eine kleine Quelle beschrieben, aber ich war mir sicher, dass diese ausgetrocknet war. War sie dann auch. Wir hatten ausreichend Wasser dabei und das war auch gut so.

Trotz sehr warmen Wetters genossen mein Sohn und ich die kleine Auszeit. In wenigen Stunden waren wir am Trekkingplatz angekommen und das Zelt war schnell aufgebaut. Mit Couscous, Gemüse und Wasser aus der Thermoskanne wurde ein Abendessen gemacht. Zum nächtlichen Sterne schauen hat es leider nicht gereicht, da eine dichte Wolkendecke den Himmel bedeckte.

Mir ging es wie Yasmin in meinem Kurs. Auch ich konnte eine Weile nicht schlafen, weil der Hund im Vorzelt laut schnarchte. Nachts einen Waldkauz zu hören, fand ich großartig und war froh, dass ich noch wach war. Für einen Kaffee reichte das Wasser aus der Thermoskanne leider nicht mehr, aber das Müsli war auch so lecker.

Es stand ein noch wärmerer Tag bevor und um der Hitze zu entgehen, wanderten wir morgens recht bald zurück und kamen gut gelaunt zu Hause wieder an.

Das erste Produkt: Die Schatzsuche für den Herbst geht online

Eigentlich hatte ich vor, einen kleinen Kurs zum Thema Tierspuren zu machen. Das passte für mich zum Herbst. Ich hörte in meine kleine, feine Community hinein und als Rückmeldung kam der Wunsch, ob ich nicht eine fix und fertige Schatzsuche machen könnte.

Das war eine Herausforderung! Schatzsuchen plante ich bisher mit recht genauer Ortskenntnis. Also entwickelte ich ein Konzept für den Wald, welches überall funktionieren müsste. Um sicher zu sein, fragte ich einige Kursteilnehmerinnen und Interessierte an, ob sie einen Beta-Test machen würden.

Als ich die Seite zum Verkauf erstellt hatte, die Unterlagen und die Videos angelegt waren und von Digistore die Freigabe kam, wurde mir doch recht mulmig. Also packte ich den Link schnell auf den Blog, teilte ihn in der Bio bei Instagram und schrieb die ersten Posts.

Gefühlt war es für mich etwas anderes, kostenfreie Produkte anzubieten als nun tatsächlich eine Möglichkeit zum Kauf zu haben. Es dauerte nicht lange und eine E-Mail von Digistore ging ein: Ihr Produkt wurde gekauft. Ich jubelte vor Freude und hatte doch auch Panik, ob das auch alles klappen würde. In den folgenden Tagen gingen noch mehr E-Mails von Digistore ein und ich war unruhig ohne Ende. Bis E-Mails von den Käuferinnen eintrudelten: „Stefanie, wie großartig war das denn“ – las ich. Eine Achterbahn der Gefühle, die vermutlich jeder erlebt, wenn das erste Produkt verfügbar ist.

Für die Winterzeit habe ich mir ein neues Konzept ausgedacht. Einen Vorgeschmack gibt es in der Mini-Schatzsuche mit 3 Stationen. Neben naturpädagogischen Elementen habe ich typische Escape-Room-Rätsel eingebaut. Die Mini-Schatzsuche kannst du dir hier gratis herunterladen.

Mein Jahr in Zahlen (31.12.2020)

Wenn ich das Jahr in Zahlen betrachte, dann bin ich überrascht, was sich alles entwickelt hat:

  • Durchgeführte Online-Beta-Kurse: 2
  • Teilnehmerinnen im Abenteuer-Kurs: 21
  • Erstellte Schatzsuchen: 2
  • Instagram-Follower: 90
  • Newsletter-Abonnenten: 92
  • Facebook-Likes auf der Seite: 287
  • Pinterest Interaktionen: 179
  • Anzahl veröffentlichter Blog-Artikel: 5
  • Anzahl fast fertiger Blog-Artikel: 10
  • Verschickte Newsletter: 33

Familienzeit: Zusammenhalt in schwieriger Zeit

Das Jahr hätte in Ruhe ausklingen können. Ab Ostern kamen wir als Familie sehr gut durch diese Zeit, hatten uns mit der Gesamt-Situation arrangiert und unsere Gelassenheit, die im ersten Lockdown fehlte, wieder gefunden. So hätte es bleiben können.

Und plötzlich kam es anders. Auch wenn ich weiß, dass mein Papa sehr krank ist, war es doch emotional etwas anderes als ein Krankenhausaufenthalt unumgänglich wurde. Ausgerechnet in dieser Zeit. Ein Besuch war nicht möglich – Übergabe der Wechselwäsche im Foyer mit Abstand gerade so erlaubt. Die Befunde verhießen nichts Gutes. Nach der Entlassung verbrachte ich eine gewisse Zeit bei meinen Eltern – ein Spagat, denn aufteilen zwischen den Orten konnte ich mich ja nicht. Mein Mann und Sohn mussten alleine klarkommen. Das Palliativ-Team kam dazu und langsam, in kleinen Schritten, ging es wieder bergauf. Mit den vielen Befunden im Schlepptau ist das fast schon ein Wunder.

Wir genießen diese Zeit gerade sehr und wissen zum Glück nicht, was nächstes Jahr kommen wird. Ob wir noch ein Weihnachtsfest mit meinem Papa erleben werden, ob es ein Neujahr zusammen gibt oder ob wir andere gemeinsame Aktivitäten planen können. Das ist ungewiss, aber es steht jetzt schon fest, wir werden die beste Zeit daraus machen.

Es hat bei mir auch dazu geführt, dass ich auf Social Media und im Blog nichts mehr posten wollte. Ist Krankheit und Tod nicht ein Tabu-Thema? Oder gehört es viel mehr zu unserem Leben dazu und hat eine Berechtigung, dass darüber geschrieben wird? Ich fühlte mich wie erstarrt.

In der Sympatexter Academy tauschten wir uns darüber aus. Und deshalb schreibe ich es genau hier als Abschluss von meinem Jahresrückblick, denn es ist ein aktuelles Thema der letzten Wochen. Ich bin froh, dieses verrückte Jahr 2020 voller Abenteuer hinter mir zu lassen und blicke trotzdem zuversichtlich und mit Vorfreude in Richtung 2021.

Ausblick 2021: Was habe ich vor?

Mein Abschluss von 2020 zeigt, dass ich gar nicht wissen kann, was in 2021 alles dran sein wird. Es gibt aber einige Dinge, die ich gerne machen würde:

  • Familie und Freunde treffen und gemeinsam Zeit verbringen
  • Weitere Schatzsuchen erstellen – für Jahreszeiten, Orte und spezifischen Interessen
  • eine Neu-Auflage von meinem Abenteuer-Kurs machen, um noch mehr Mamas zu zeigen, wie sie zur Alltagsabenteurerin mit ihren Kindern wird
  • viele Blog-Artikel veröffentlichen und nicht nur fast fertig zu schreiben
  • Mein Motto für 2021: Abenteuer – leicht gemacht

2 Comments

  • Avatar
    Yasmin Leibenath
    Januar 1, 2021 at 17:13

    Liebe Stefanie,
    danke für deinen interessanten Jahresrückblick! Nun weiß ich etwas mehr darüber, wie „alles losging“ und wohin du in nächster Zeit steuern möchtest. Ich freue mich auf neue Blogbeiträge und Ideen von dir!
    Alles Liebe für 2021, besonders natürlich Gesundheit, viel Freude, Kreativität, Gelassenheit, Energie, Mut und Erfolg!
    War schön, dass sich unsere Wege zufällig gekreuzt haben!

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  • […] Stefanie Seitz didn’t want to start her online journey alone and signed up for SOMBA. She officially registered her business and started a blog. Then she pivoted to focusing on outdoor adventures for children and discovered the new world of social media. Read her full review in German.  […]

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