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Natur erleben

Auszeit in der heimischen Wildnis

Was gibt es Schöneres als sich einen kompletten Tag oder auch nur eine Stunde eine Auszeit zu gönnen? Allein? Ja, einfach für sich sein und eigene Zeit genießen. Manche machen Yoga. Oder gehen zum Sport. Lesen ein Buch. Wie wäre es, die heimische Wildnis zu erkunden und Vögel zu beobachten?

Geht das denn? Allein in der heimischen Wildnis sein?

Alleine losziehen kann eine Herausforderung sein. Wenn ich gerne mit Partner und Familie unterwegs bin, dann ist das eine große Hürde. Zusammen ist es natürlich geselliger und oft leichter zu organisieren. Eine Auszeit für mich selbst, hat aber wieder eine andere Qualität.

Denn sind wir zusammen unterwegs, möchte ich die gemeinsame Zeit genießen. Wenn jeder sein eigenes Ding machen würde, fände ich es merkwürdig. Daher gönnen wir uns lieber ab und an eine kleine Auszeit, in der jeder tun und lassen kann, was er mag.

Fällt die Zeit für sich vom Himmel? Nein, in aller Regel nicht. Einen solchen Tag oder die Stunde Auszeit muss geplant, abgesprochen und vorbereitet werden.

Ein Stelldichein mit Amsel, Drossel, Fink und Star

Traditionell bietet ein Wochenende im Januar und Mai jedes Jahr die perfekte Gelegenheit, um die heimische Wildnis kennenzulernen und sich eine Auszeit zu gönnen. Denn dann schlägt „Die Stunde der Gartenvögel“ oder „Die Stunde der Wintervögel“.

Dieses Jahr, in 2020, fand die Aktion „Die Stunde der Gartenvögel“ bereits zum 16. Mal statt. Allein im letzten Kalenderjahr haben 76.000 Beobachter mitgemacht und an 51.400 Orten gezählt. Fast 1,7 Millionen Vögel berichtete der NABU.

Leider präsentieren sich unsere kleinen und großen Nachbarn nicht wie in einem Zoo. Von Gehege zu Gehege schlendern und die Attraktion bewundern können, ist nicht möglich. Genau das macht ja die richtige Wildnis aus. Wir sind im natürlichen Lebensraum unterwegs. Tauben, die an Menschen gewöhnt sind, machen es einem leicht. Aber eine Nachtigall, die im Gebüsch sitzt und ihr Liedchen trällert, zwingt dich zur Geduld und zur Ruhe zu kommen, wenn du den braunen, unscheinbaren Vogel entdecken möchtest.

Ideal ist es, wenn die Zeit schon früh morgens beginnt und du dich auf den Weg in einen spannenden Tag machst. Stell dir vor: Du hast ein nettes, gemütliches Plätzchen gefunden und die ersten Vogelstimmen des Tages erklingen. Herrlich, nicht? Der NABU unterstützt mit einem Meldebogen, so dass die häufigsten Vögel schnell zu erkennen sind.

NABU-Meldebogen zur Stunde der Gartenvögel

Die heimische Wildnis hautnah erleben

Wenige Stunden nach Sonnenaufgang fängt das reinste Vogelkonzert an. Hier eine spezifische Vogelstimme herauszuhören, schaffen nur die geübten Profis. Aber jeder hat einmal angefangen, also nur nicht den Mut verlieren.

Fürs Vogelstimmentraining gibt es mittlerweile zahlreiche Produkte am Markt. Um dein Gehirn nicht zu überlasten, ist es sinvoll, wenn du dir 1-2 Stimmen vornimmst, diese immer wieder anhörst und anschließend in freien Wildbahn suchst. Idealerweise von Kandidaten, die nach Lebensraum-Beschreibung vor Ort vorkommen. Was nutzt es, wenn du eine Lachmöwe von einer Ringelgans unterschieden kannst, aber die Küste meilenweit entfernt ist? Da wäre die Unterscheidung Spatz – Amsel – Rabenkrähe hilfreicher. Letztlich ist es, wie Vokabel lernen: Beherrschst du die ersten beiden Vogelstimmen, geht es weiter. Nach und nach wird dein eigener Wissensschatz immer größer und du sammelst ein Erfolgserlebnis nach dem nächsten.

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Das Vogelfieber hat dich richtig gepackt? Glückwunsch! Wenn du einmal Raben mit anderen Augen betrachten willst, dann wirf mal einen Blick ist das Buch „Rabenschwarze Intelligenz“.

Die heimische Wildnis! Geht es auch einfach?

Klar! Du kannst deinen Garten nutzen, falls du einen hast. Stuhl in den Garten stellen, Tee oder Kaffee mitnehmen und los geht es!
Ein nah gelegener Park ist auch eine Lösung, um unsere heimische Wildnis als Auszeit zu nutzen. Oder im Wald. Im Feld. Am See. Die Möglichkeiten sind grenzenlos!

Fazit

Birdwatching ist ein Hobby, welches an jedem Ort mit wenig Ausrüstung möglich ist. Weltweit. Zu jeder Zeit. Heimische Wildnis pur.

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