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Persönliches

Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zur Schatzsuchenerfinderin

Noch vor einigen Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, einmal Schatzsuchen zu entwickeln. Entdeckerlust und Forschergeist waren zwar schon immer da, sonst hätte ich sicherlich nicht Chemie studiert. Aber spielerische Elemente einbauen, um damit zu lernen und zu motivieren – das war nicht in meinem Kopf. Aus Wanderfrust kam ich zu einem Spiel. Zum Geocachen gehen, war unser neuer Deal. Ein Kindergeburtstag war der Ausgangspunkt und hier liest du nun meine Stationen auf dem Weg zur Schatzsuchenerfinderin.

  1. März 2017: Auf der Suche nach einem Spiel für draußen. Auf der Rückfahrt von unserem Nordsee-Urlaub war eines klar: Ein Vierjähriger in der Wandertrage war auf Dauer zu schwer und wir wollten Strecken wandern, die länger waren, als die kleinen Beinchen trugen. Dabei kennen sicherlich alle Eltern das berühmte „Ich kann nicht mehr“, welches in sofortige Rennerei übergeht, wenn ein Spielplatz in Sicht kommt. Alle Tipps wie Singen, Wanderspiele, Laufrad oder der Weg ist das Ziel, zogen bei uns nicht. Auf der Rückfahrt googelte ich. Ich hatte in Erinnerung, dass es ein Spiel mit GPS-Daten und Verstecken für einen Schatz gab.
  1. 16.04.2017: Unser erster Logbucheintrag bei einem Geocache. Ein Ziel war schnell gefunden und wir machten uns auf den Weg. Die Geländewertung war einfach und der Schwierigkeitsgrad gering. Die Dose sollte groß sein. Nach rund einer Stunde war uns klar, dass der Geocache an oder in der Steinmauer versteckt sein musste. Schließlich wackelten wir an jedem Stein im Umkreis der GPS-Koordinaten, bis sich ein Stein mühelos herausziehen lies. Völlig beeindruckt hielten wir unseren ersten Geocache in den Händen. Die Freude war groß! Leider hatte ich nur ein Versteck ausgesucht. Du kannst dir sicherlich denken, was dann kam, oder? Warum weiterlaufen, wenn der Schatz doch gefunden war?
  1. Ende April 2017: Wandern war das Ziel. Also plante ich eine kleine Wanderung rund um den Wispersee und nahm jeden Geocache mit, der auch nur annähernd auf der Strecke lag. Es funktionierte! Sogar über mehrere Generationen hinweg :-).
Geocache suchen
Enkel und Oma suchen einen Geocache am Wispersee
  1. Juni 2017: Mystery und Multi-Caches wurden für uns immer spannender. Nach einer Reihe von einfachen Geocaches wagten wir uns an kompliziertere Aufgaben ran. Das sind etwa die Multi-Caches. Sie bestehen aus mehreren Stationen und mit den gegebenen Hinweisen werden die GPS-Koordinaten vom finalen Versteck erspielt. Die Mystery-Caches hatten es uns auch angetan. Um die finalen Koordinaten zu erhalten, musste ein Rätsel im Vorfeld gelöst werden. Das war praktisch für Regentage. Ich rätselte die Koordinaten und ein Wochenende später machten wir uns auf die Suche nach dem Geocache.
Typische Beschreibung für einen Mystery – erst durch das Lösen vom Rätsel werden die GPS-Koordinaten ermittelt
  1. Sommer 2018: Rätsel haben mich gepackt. Die Exit-Games zogen als Brettspiele ein. Am Anfang war es komisch, ein kleines Buch zu zerschneiden, um damit ein Rätsel zu lösen. Oder auch, dass diese Art Brettspiele nur einmal gespielt werden konnte. Für den Urlaub war es für uns perfekt geeignet, denn so konnte auch mal ein Tag im Wohnmobil gut verbracht werden, während es draußen in Strömen regnete. Besonders faszinierte mich dabei, dass für die Spiele keinerlei Vorwissen nötig war. Sämtliche Lösungen waren im Material versteckt.
  1. Herbst 2019: Was machen wir bloß am Kindergeburtstag? Eine Schatzsuche! Die erste Schatzsuche ging durchs Feld. Ziel war der örtliche Spielplatz. Ein kleines Kuscheltier war verschwunden und musste gesucht werden. Womit ich nicht gerechnet hatte, war die Tatsache, dass mein Sohnemann sofort loswollte und die Gästekinder absolut bereit waren zu helfen. Damit das Kuscheltier nicht versehentlich verschwinden konnte, war es die ganze Zeit bei mir. Im Hunde-Leckerli-Beutel. Zum Glück nahm es mir kein Kind übel, als sie das wahre Versteck fanden. Sie waren sogar erleichtert. Die Aufgaben für unterwegs zu erstellen, fiel mir nicht schwer.
  1. Jahresanfang 2020: Die Verbindung zwischen Schatzsuchen draußen und Escape-Room Rätseltechnik faszinierte mich. Es blieb nicht bei Schatzsuchen für den eigenen Kindergeburtstag. „Kannst du mir auch eine Schatzsuche machen?“ – damit fing es an. Ich achtete darauf, dass die Lösungen zu den Rätseln im Material lagen und kein Vorwissen nötig war. Auch musste es von Klassenstufe 1–4 gespielt werden können, denn die Kinder besuchten meist die nah gelegene Montessori-Schule und damit war die Altersstruktur bei den Gästekindern gemischt. Es mussten also Elemente für Groß und Klein enthalten sein. Der Vorteil: Ich war immer als Spielleitung dabei.
  1. Juni 2021: Funktionieren Schatzsuchen auch ohne mich als Spielleitung? Mittlerweile hatte ich meinen Blog, meinen Instagram-Kanal und meinen Newsletter. Zu Ostern verloste ich eine individuell erstellte Schatzsuche. Die Besonderheit: Ich war nicht als Spielleitung dabei. Die Gewinnerin kam aus Österreich. Per Zoom besprachen wir das Motto und die Route. Ich bereitete das Material vor und neben einem schriftlichen Leitfaden gab es auch noch Videos für die Mama des Geburtstagskinds. Ich war den Tag über sehr angespannt und abends mehr als glücklich, als die Nachricht kam, dass alles funktioniert und die Kinder Spaß hatten.
  1. Frühling/Sommer 2021: Die ersten Schatzsuchen können online bestellt werden. Ein Blog zu haben, ist das eine. Angebote zu erstellen und diese zu bewerben, das andere. Schließlich muss ein Blog auch finanziert werden und ich habe mich gegen Werbebanner entschieden. Die erste Frühlingsschatzsuche ging wieder mal nach Österreich und die zweite direkt in die Schweiz. In dem Moment war ich froh, mich für Digistore als Zahlungsanbieter entschieden zu haben. Was wäre wohl die korrekte Mehrwertsteuer in den Ländern gewesen? Lustigerweise wurde meist dann bestellt, während meine Familie und ich selbst im Wald unterwegs waren. Im Frühling ging es um die erwachende Natur. Im Sommer ging es zu den Sternen. Im Herbst wurde es bunt. Der Winter wurde eine kostenfreie Mini-Schatzsuche, um auch einen Grund in der dunklen Jahreszeit zu haben, nach draußen zu gehen.
  1. April 2022: Warum spielen wir so gerne? Warum üben gerade Computerspiele so eine Anziehung aus? Bei meinen Recherchen stieß ich auf Roman Rackwitz und war bei seinem ersten Gamification-Online-Kurs dabei. Dabei geht es nicht um Punkte, Ranglisten oder solche Sachen, sondern um die Freude am Dranbleiben zu wecken. Wow – welche Möglichkeiten noch vor mir liegen!
  1. Ende April 2022: Eine neuer Prototyp entsteht: Die Hosentaschenrätsel. Die Osterferien gehen ihrem Ende entgegen. Am Vorabend des ersten Live-Events von The Content Society sitze ich mit Judith Peters, ihrem Coach Sigrun und dem #teamred zusammen. Ich selbst gehöre zum #teamsympatexter von Judith und wir gehen nochmals die Planung für den nächsten Tag durch. Judith war vor wenigen Tagen in Budapest mit ihren Kindern Geocachen und erzählte von den langen Gesichtern, wenn nichts gefunden wurde. Das kannte ich selbst nur zu gut! In dem Moment kam mir ein Gedanke. Wie wäre es, wenn die Familien eine kleine Schatzsuche dabei hätten? Ohne Ausdrucken und Aufwand! Eine Schatzsuche, die in die Hosentasche passt? Als Notnagel für nicht gefundene Geocaches, akuter Langeweile oder einfach so? Nachts hatte ich noch die erste Idee für eine Verpackung und demnächst geht der Prototyp in einige Himmelsrichtungen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz an meine Testfamilien. Du willst den Start der Hosentaschenrätsel nicht verpassen? Dann hüpf in meinen Newsletter und du erfährst davon als Erstes.

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  1. Heute: Bin ich Bloggerin mit einem Blog-Business. Mein Blog ist der Motor von allem. Aus den Ideen für den Blog entwickeln sich die Beiträge, meine Newsletter und die Postings für meinen Instagram-Kanal. Ich hätte nie gedacht, dass ein Blog so viel Neues auslösen kann. Allein das Wissen um die Technik, um SEO-Optimierung und die Tatsache, verständlich erklären zu können, hat auch im Leben von mir als Chemikerin Spuren hinterlassen. Wenn ich früher dachte, da gäbe es keinen Platz für andere Projekte, weiß ich jetzt: Da geht bestimmt noch was – mama-macht-abenteuer wird sich nicht auf Schatzsuchen begrenzen, auch wenn Gamification ein extrem spannendes Feld ist.

2 Comments

  • Avatar
    Jaconette
    Mai 31, 2022 at 10:29

    Wie schön, Stefanie! Vielleicht könnte man die Schatzsuche auch mit dem Kennenlernen der Natur verbinden?

    Reply
    • Stefanie
      Stefanie
      Mai 31, 2022 at 23:11

      Danke, liebe Jaconette! Genau darum geht es mir und deshalb sind meine Schatzsuchen auch immer draußen.
      Etwas aus der naturpädagogischen Ecke ist immer enthalten. Und wenn es nur ein einfaches Fühlrätsel ist.

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